AZV Untere Döllnitz und Döbeln-Oschatzer Wasserwirtschaft bauen gemeinsam / Investition in höhere Versorgungssicherheit
Auf rund 930 Metern Länge wird bis Ende des Jahres die bestehende Trinkwasserleitung in der Wurzener Straße in Dahlen erneuert. Die Döbeln-Oschatzer Wasserwirtschaft GmbH (DOWW) investiert rund 275.000 Euro in das Vorhaben. Wie deren Geschäftsführer Stephan Baillieu erklärt, sei die Leitung durch ihr Alter zuletzt immer anfälliger für Rohrbrüche geworden und der Reparaturbedarf entsprechend hoch. Da der Abwasserzweckverband (AZV) Untere Döllnitz seine Kanalisation erneuern wollte, habe sich die DOWW entschlossen, gemeinsam zu bauen und auf diese Weise die Kosten für alle zu reduzieren. Doch der wichtigste Aspekt sei die im Nachhinein verbesserte Versorgungssicherheit für die Kunden des Wasserverbandes Döbeln-Oschatz, betont er.
Bei der Wurzener Straße handelt es sich um die Ortsdurchfahrt, die direkt in Richtung Marktplatz führt. Vor diesem Hintergrund ist bei der Planung der Maßnahme darauf geachtet worden, die Einschränkungen für Verkehrsteilnehmer und Anwohner möglichst im Rahmen zu halten. Um alle Beteiligten zu informieren, organisierten die am Bau Beteiligten im Frühjahr auch eine Einwohnerversammlung.
Los gingen die Arbeiten im Mai im Bereich Töpferplatz, wo der AZV den Anfang machte, seine Kanalisation zu erneuern. Die DOWW ließ ebenfalls am Töpferplatz in unmittelbarer Nähe des Dahlener Marktplatzes neue Trinkwasserleitungen verlegen.
„Inzwischen sind wir am Töpferplatz fertig und arbeiten uns in der Wurzener Straße weiter vor in Richtung Stadtgraben“, informiert Tobias Ehlers, der zuständige Projektleiter bei Veolia, dem Betriebsführer des Wasserverbandes Döbeln-Oschatz. Das nächste Etappenziel sei die Einmündung zur Weststraße. Sobald man dort mit der neuen Leitung angekommen sei, könne auch ein Teil der Wurzener Straße provisorisch wieder freigegeben und befahren werden.
Da die Leitungen durch die ansteigende Straße sehr tief im Erdreich liegen und der alte Leitungsbestand aus Platzgründen auch entfernt werden muss, lasse sich der Baufortschritt schwer einschätzen, erklärt Tobias Ehlers. Die Hausanschlüsse werden nach Bedarf erneuert oder umgebunden.
Die von der DOWW beauftragte ADW Ingenieurtiefbau GmbH aus Liebschützberg erneuert das Trinkwasserversorgungsnetz in der Wurzener Straße und arbeitet sich Meter für Meter in Richtung Stadtgrenze, bis zur Wurzener Straße 64, vor. Das ist hinter der Einmündung zum Industrieweg.
Im kommenden Jahr will das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV) sich um die Straße kümmern. Damit diese Arbeiten durch das LASuV planmäßig starten können, müssen Trinkwasserleitungen und Abwasserkanäle Ende 2025 fertig sein.
