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Pünktlich zum Start des meteorologischen Frühlings am 1. März wird im Gebiet des Wasserverbandes Döbeln-Oschatz weiter an der sogenannten Nord-Süd-Trasse gebaut. Seit Montag, 2. März konzentrieren sich die Arbeiten auf die Ortslage Limbach (Stadt Oschatz). Die Ortsdurchfahrt ist gesperrt, die Umleitungsstrecke ausgeschildert.

Torsten Richter betreut die Arbeiten als Projektleiter bei Veolia in Döbeln, dem Betriebsführer des Wasserverbandes Döbeln-Oschatz: „Wir sind froh, dass es jetzt nach den teils strengen Bodenfrösten und anhaltend tiefen Temperaturen endlich wieder losgehen kann.“

In der letzten Februarwoche gab es die Bauanlaufberatung mit der Erdmann Bau GmbH aus Mügeln. Die Firma hatte sich in der Ausschreibung für dieses Teilstück durchgesetzt und auch schon andere Bauabschnitte des Gesamtvorhabens im Norden des Verbandsgebietes umgesetzt.

300 Meter neue Leitung

Es werden in Limbach circa 300 Meter der bestehenden Trinkwasserleitung mit einem Durchmesser von 30 Zentimetern erneuert. Die Leitung verläuft künftig komplett in der Straße im öffentlichen Bereich und nicht mehr über privaten Grund und Boden.

Wie Torsten Richter erläutert, wird ein Teil der neuen Leitung im Bohrspülverfahren verlegt. Der Vorteil: Der Tiefbau-Aufwand ist geringer, da kein offener Rohrgraben gezogen werden muss. Die Leitung wird dank moderner Technik unterhalb der Erdoberfläche zwischen einer Start- und Zielgrube „eingefädelt“. Hierfür nutzt die Baufirma das Know-how einer Spezialfirma. Im August sollen die Arbeiten in Limbach abgeschlossen sein.

Was außerdem geplant ist

Im Bereich zwischen Limbach und Leuben hat Veolia bereits eine neue Versorgungsleitung verlegt, die nun noch in das vorhandene Versorgungsnetz eingebunden werden muss. Das soll in den kommenden Wochen passieren.

Ebenfalls ab März wollen sich die Monteure der Trinkwassergruppen Oschatz und Döbeln von Veolia dem Leitungsbau zwischen Leuben und Naundorf widmen.

Nach der Ernte im Juli kann in Abstimmung mit dem Pächter der Ackerfläche auch die neue Trinkwasserleitung in einem Teilstück nördlich von Limbach gebaut werden.

Intensive Abstimmungen mit Behörden

Bis Ende September, informiert Torsten Richter, soll die gesamte Trasse zwischen dem Hochbehälter Striesa und Naundorf fertig gebaut und am Netz sein. Bis Limbach sind bereits alle Teilstücke des umfangreichen Infrastrukturprojektes realisiert worden.

Unterdessen gehen die Planungen und intensiven Abstimmungen mit den Behörden für den weiteren Fortgang der Nord-Süd-Trasse weiter. Der Wasserverband Döbeln-Oschatz will mit diesem Projekt vor allem die Versorgungssicherheit seiner Kunden nachhaltig verbessern. Das soll, so dessen Geschäftsführer Stephan Baillieu, durch eine Vernetzung des nördlichen und südlichen Verbandsgebietes gelingen. Zu diesem Zweck wird die sogenannte Nord-Süd-Trasse zwischen Malkwitz im Norden und der Wasserfassung Jahna-Aue im Süden gebaut. Teils entstehen komplett neue Leitungsabschnitte, andernorts wird das bestehende System ertüchtigt. „Wir reagieren damit auf die immer weiter steigenden Herausforderungen durch den Klimawandel und konzipieren das Versorgungsnetz jetzt so, dass davon auch künftige Generationen profitieren“, erklärt Stephan Baillieu.