Verbandsversammlung des Wasserverbandes Döbeln-Oschatz am 22. September in Oschatz / Jahresabschluss 2024 / Stabile wirtschaftliche Lage / Weiter hohe Investitionen
Zufrieden haben die Mitglieder der Verbandsversammlung des Wasserverbandes Döbeln-Oschatz (WVDO) zur Kenntnis genommen, dass sich Ausgaben und Einnahmen wie erwartet entwickeln. Entsprechend positiv auch die Aussagen zur wirtschaftlichen Lage. In Oschatz trafen sich am Montag, dem 22. September die Vertreter jener Kommunen, die im Wasserverband Döbeln-Oschatz zusammengeschlossen sind, um das Jahr 2024 offiziell zu beschließen, die Verantwortlichen zu entlasten und laufende Projekte zu besprechen.
Fremdfinanzierung reduzieren
Mit Blick auf das Jahr 2024 erklärten die Wirtschaftsprüfer, dass die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr marginal gestiegen seien und ermittelten einen Überschuss von 1,9 Millionen Euro. Die Summe bleibt zu 100 Prozent im Haushalt des Wasserverbandes und versetzt diesen in die Lage, die Fremdfinanzierung von Maßnahmen weiterhin reduzieren zu können und damit seine wirtschaftliche Ausgangsposition zu festigen.
Die Einnahmen, erinnert Verbandsgeschäftsführer Stephan Baillieu am Montag in der Verbandsversammlung, seien stabil, während die Kosten weiter steigen würden.
Einwohnerzahl nahezu unverändert
Die Arbeit der Wirtschaftsprüfer belegt gleichermaßen, dass die Annahmen aus der Gebührenkalkulation für den Zeitraum 2023 bis 2026 zutreffen. Positiv wirke sich zudem aus, dass die Einwohnerzahl im Verbandsgebiet mit knapp 101 000 Menschen nahezu unverändert sei. Zudem spüre man positive Effekte, die aus Gewerbeansiedlungen resultieren würden. Mehr als 4,6 Millionen Kubikmeter Trinkwasser wurden verkauft. Und: Für das Jahr 2025, so die Vorausschau, würden ebenfalls „stabile Umsätze“ angestrebt.
Ausgeschöpft wurde mit knapp 7,1 Millionen Euro auch das Investitonsvolumen für das zurückliegende Jahr. Die Erneuerung von Leitungsnetzen und wasserwirtschaftlichen Anlagen trägt maßgeblich dazu bei, die Versorgungssicherheit der Wasserverbandskunden zuverlässig zu gewährleisten – nicht zuletzt in Zeiten des Klimawandels.
Erneut hohes Investitionsaufkommen
Auch in diesem Jahr sind im Verbandsgebiet Investitionen von knapp 7,1 Millionen Euro geplant. Mit annähernd 6,2 Millionen Euro ist der Plan bereits gut ausgenutzt (Stand: September 2025), wie am Montagnachmittag berichtet wurde.
Noch bis Mitte nächsten Jahres wird in Schmannewitz, einem Ortsteil der Stadt Dahlen, gebaut. 650 Meter der Trinkwasserleitung in der S24 lässt der WVDO erneuern. Investiert werden rund 420.000 Euro.
Ebenfalls in Dahlen wird bis März nächsten Jahres in der Wurzener Straße gebaut. Ein Vorhaben, das rund 450.000 Euro kostet und sich über eine Länge von knapp 900 Metern erstreckt.
Die neue Transportleitung zwischen Simselwitz und dem Hochbehälter Klinge ist inzwischen fertig. Das Investitionsvolumen betrug 530.000 Euro.
In Waldheim konzentrierte sich das Baugeschehen in den vergangenen Monaten auf den Bereich außerorts in Richtung Hartha. 145.000 Euro flossen in die Erneuerung der Trinkwasserleitung auf 350 Metern Länge.
Etliche Bauvorhaben gibt es auch in der Stadt Döbeln, wo unter anderem die Trinkwasserleitung in der Sörmitzer Straße, inklusive des Dükers unter der Mulde, auf circa 475 Metern Länge erneuert wurde. Kostenpunkt: rund 230.000 Euro. In Kürze soll dieses Vorhaben abgeschlossen sein.
Gebaut wird außerdem in der Otto-Johnsen-Straße und in der Richard-Wagner-Straße, wo jeweils ein Teil des Versorgungsnetzes erneuert wird.
Nahezu abgeschlossen sind die Arbeiten in der Schulstraße im Mügelner Ortsteil Schweta, wo 165 Meter der Trinkwasserleitung erneuert und 150.000 Euro investiert werden.
Ebenfalls bis September ist die Lindenstraße in Rittmitz in der Gemeinde Jahnatal Baustelle. 140 Meter des bestehenden Trinkwassernetzes werden erneuert. Die Investitionssumme beträgt 65.000 Euro.
