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Staupitzstraße: Altes Netz wird modernisiert

DOWW investiert knapp 240.000 Euro in neue Leitungen / Querverbindung erhöht künftig Versorgungssicherheit / Landestalsperrenverwaltung verbessert Hochwasserschutz

In der Staupitzstraße lässt die Döbeln-Oschatzer Wasserwirtschaft GmbH (DOWW) auf circa 450 Metern Länge die Trinkwasserleitung erneuern. Auch die Stadtwerke Döbeln investieren und verlegen neue Strom- und Gasleitungen.

Hintergrund der Maßnahme sind die geplanten Arbeiten der Landestalsperrenverwaltung (LTV) zur Verbesserung des Hochwasserschutzes, die im Bereich Sörmitzer Straße abgeschlossen sind und voraussichtlich ab August flussabwärts fortgesetzt werden sollen.

Da das Trinkwasserversorgungsnetz in Teilen der Staupitzstraße sehr alt ist, entschloss sich die DOWW jetzt im Vorfeld der LTV-Maßnahme aktiv zu werden, ihr Netz zu ertüchtigen, um die Versorgungssicherheit der Anwohner auch in Zukunft in der gewohnten Qualität gewährleisten zu können. Geplant war die Maßnahme ursprünglich für nächstes Jahr. Dann sollte die Leitung in der Staupitzstraße altersbedingt ohnehin erneuert werden. Teile des Versorgungsnetzes sind vor 100 Jahren gebaut worden.

Am 20. April 2026 erfolgte die Vollsperrung der Staupitzstraße für den Fahrzeugverkehr. Die Maßnahme wird durch die LFT Straßen- und Tiefbau GmbH (Gemeinde Jahnatal) realisiert und soll bis Anfang August abgeschlossen sein.

Es wird nicht nur die Trinkwasserleitung auf circa 450 Metern Länge erneuert, sondern bei dieser Gelegenheit gleich eine Querverbindung geschaffen, sodass zwischen Klostergärten und Rosa-Luxemburg-Straße ein Ringschluss entsteht. Der Vorteil: Die Einspeisung des Trinkwassers kann aus beiden Richtungen erfolgen, was mehr Flexibilität schafft und insbesondere im Fall eines Rohrbruchs von Vorteil ist. Die neue Leitung besteht aus robustem Kunststoff, sie misst im Durchmesser zehn Zentimeter – ein für innerstädtische Bereiche übliches Maß.

Sven Gammisch betreut die Maßnahme der DOWW als Projektleiter bei Veolia: „Mit dem Alter der Leitungen steigt automatisch die Anfälligkeit für Rohrbrüche. Wenn dann im unmittelbaren Umfeld mit schwerem Gerät an der Flutmauer gearbeitet wird, ist das mit massiven Erschütterungen verbunden und das Risiko für Rohrbrüche würde steigen. Deshalb ist entschieden worden, die Staupitzstraße jetzt in Angriff zu nehmen, obwohl wir in dem Bereich bisher keine vermehrten Rohrbrüche registriert haben.“

Die Schwarzdecke, informiert er, sei in der 17. Kalenderwoche abgefräst worden. Nun werde eine Interimsleitung errichtet, um die Versorgung der Kunden des Wasserverbandes Döbeln-Oschatz auch während des Bauphase gewährleisten zu können.

Die DOWW investieren knapp 240.000 Euro, wie deren Geschäftsführer Stephan Baillieu informiert. Nach Abschluss der Arbeiten werde nur ein provisorischer Deckenschluss hergestellt, denn im Nachgang übernehme die LTV das Baufeld.