Verbandsversammlung beschließt Investitionen in Höhe von 7,22 Millionen Euro / Positive Entwicklung im Jahresergebnis / Erstes Notstromaggregat geht zeitnah in Betrieb
Mit 7,22 Millionen Euro investiert die Döbeln-Oschatzer Wasserwirtschaft GmbH (DOWW) im nächsten Jahr erneut eine stolze Summe. Mehr als Hundert Einzelvorhaben beinhaltet der Investplan für den Wasserverband Döbeln-Oschatz, der am Mittwoch, 3. Dezember in Wermsdorf die ungeteilte Zustimmung der Mitgliedskommunen fand. Die letzte Verbandsversammlung des Jahres beschäftigte sich naturgemäß sowohl mit der Rückschau auf 2025 als auch mit der Vorausschau auf 2026.
Gemeinschaftsmaßnahmen im Fokus
Im Fokus stehen bei den Investitionen für das kommende Jahr wieder jene Maßnahmen, die gemeinsam mit Kommunen, Landkreisen oder dem Freistaat realisiert werden können. Diese Bauvorhaben besitzen höchste Priorität, weil die Kosten, unter anderem für den Tiefbau, auf mehrere Schultern verteilt werden können.
Ebenso haben jene Bauvorhaben Vorrang, die mögliche Schwachstellen im Versorgungsnetz beheben, indem durch gezielte Investitionen die Rohrbruch-Häufigkeit nachhaltig gesenkt werden kann. All das ziele darauf, die Versorgungssicherheit für die Kunden des Wasserverbandes weiter zu verbessern – nicht zuletzt in Zeiten des Klimawandels, informiert Stephan Baillieu, Geschäftsführer des Verbandes und der DOWW. „Deshalb investieren wir jedes Jahr hohe Summen – auch in dem Wissen, dass es für alle Beteiligten eine anspruchsvolle Aufgabe ist, mehr als sieben Millionen Euro innerhalb eines Jahres zu verbauen.“
Positive Zwischenbilanz für 2025
Von knapp 7,1 Millionen Euro, die im Investplan für 2025 vorgesehen waren, sind bis Ende November fast 6,5 Millionen Euro umgesetzt worden. Sollten sich die Temperaturen weiter im Plusbereich bewegen, tut sich bis zum vierten Advent auf den Baustellen noch einiges, bevor die meisten Firmen in den Weihnachtsurlaub gehen werden. Stephan Baillieu ist zuversichtlich, die geplanten Investitionen der DOWW größtenteils umsetzen zu können.
Einige Maßnahmen werden im nächsten Jahr fortgeführt. Dazu zählt die Ortsdurchfahrt Schmannewitz. Die durch den Ortsteil der Stadt Dahlen führende Staatsstraße wird erneuert. Gleichzeitig invesitert die DOWW in die Trinkwasserinfrastruktur und verlegt rund 650 Meter Leitung neu. Bis Mitte 2026 soll der zweite Bauabschnitt realisiert werden.
Noch eine Baustelle in der Stadt Dahlen zieht sich bis ins nächste Jahr. Die Wurzener Straße bekommt eine neue Trinkwasserleitung. Bis März sollen knapp 900 Meter verlegt werden. Seit April 2025 wird hier bereits gebaut.
Auch eine Maßnahme, die 2026 weitergeführt wird, konzentriert sich auf die Seelitzer Straße im Mügelner Ortsteil Nebitzschen. Bis April ist geplant, 350 Meter der bestehenden Trinkwasserleitung zu erneuern.
In Döbeln gibt es zahlreiche Maßnahmen, die kürzlich abgeschlossen werden konnten – oder bis Jahresfrist noch werden. Dazu gehören die Sörmitzer Straße sowie der jeweils erste Bauabschnitt in der Otto-Johnsen-Straße und in der Richard-Wagner-Straße.
Ebenfalls weiter geht es 2026 mit den Projekten der Nord-Süd-Trasse. Mehrere Abschnitte des umfangreichen Gesamtvorhabens werden im Norden des Verbandsgebietes realisiert, unter anderem in Limbach.
Erste Notstromaggregate beschafft
Die Mitglieder der Verbandsversammlung sind in Wermsdorf auch über die Umsetzung der Notstromkonzeption des Wasserverbandes informiert worden. Am Fliegerhorst in Oschatz wird in der kommenden Woche die erste Anlage in Betrieb genommen. Fünf weitere folgen Schritt für Schritt in den nächsten Wochen. So am Wasserturm Leisnig, am Hochbehälter Holländer und in der Mastener Straße in Döbeln sowie in Zschaitz und Wendishain. Die Standorte, unterstreicht Stephan Baillieu, seien strategisch gewählt worden. Im Notfall sollen auf diese Weise sensible Infrastruktur, wie Krankenhäuser, oder möglichst viele Menschen weiter mit Trinkwasser versorgt werden können. Das gelinge unter anderem dadurch, dass Pumpstationen über das Notstromaggregat betrieben werden können – und damit die Wasserversorgung für ein größeres Gebiet eine gewisse Zeit gesichert ist. Auch 2026 und 2027 investiert die DOWW in die Absicherung in weitere Anlagen zur Notstromversorgung.
Positive Tendenz für 2026
Im Januar 2026 bricht das letzte Jahr der aktuellen Entgeltkalkulation an, die 2023 beschlossen worden war. Anhand der vorliegenden Zahlen ist auch für 2026 mit einem positiven Jahresergebnis zu rechnen. Der geplante Jahresüberschuss des Wasserverbandes Döbeln-Oschatz beträgt 891.000 Euro. Einstimmig entschied die Verbandsversammlung, diese Summe auf neue Rechnung vorzutragen und damit die wirtschaftliche Lage des Verbandes weiter zu stabilisieren.
